fehlender Hochwasserschutz
Gemeinderat bemängelt Untätigkeit beim Hoch­wasser­schutz

Hauptthema bei seiner letzten Sitzung am 10. November war der Stand in Sachen Hochwasserschutz. Außer Machbarkeitsstudien durch ein Planungsbüro sei bis zum heutigen Tag noch keine einzige Maßnahme zum Schutz der Ransweiler Bürger erfolgt. Im September 2014 wurden infolge eines Unwetters viele Anwesen im Moscheltal überschwemmt. Dabei war Ransweiler eines der am schlimmsten betroffenen Gebiete gewesen. Die Beseitigung der Schäden dauern in einigen Wohnhäusern bis heute an. Einzig der Landesbetrieb Mobilität (LMB) habe eine Röhre des Ransenbachs, die unter der K 11 verläuft, gereinigt.

Anwohner sind ungehalten

Angesichts der Untätigkeit zeigten sich die Gemeinderatsmitglieder sehr verärgert. Selbst einfache bauliche Veränderungen, wie der Abbruch einer Mauerbrüstung, stünden noch aus. Und das, obwohl diese am Unglückstag sichtbar den Wasserabfluss verhindert habe. Schon lange bekannt sei ebenso die zu tief liegende Röhre unter der K 11. Diese habe zwar der LBM gereinigt, jedoch könne das Wasser in das höher liegende Bachbett weiterhin nicht ungehindert abfließen.

Die Anwohner zeigten sich ungehalten, so Ortsbürgermeister Karlheinz Sundheimer. wären sie bei einem erneuten Unwetter schließlich die Leidtragenden. Außer Planungen und Ortsbesichtigungen mit der Verbandsgemeindeverwaltung und dem Kreis hätte sich nichts getan. Dies sei besonders bemerkenswert, hätten am Unglückstag und danach doch alle Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung eine schnelle Prüfung und Durchführung von Hochwasserschutzmaßnahmen zugesagt. Ebenso äußerte Sundheimer sein Unverständnis darüber, dass zwischenzeitlich in Nachbargemeinden teure Bauwerke durchgeführt worden seien. Die Verbandsgemeinde und der Kreis verzögerten jedoch selbst einfache und bereits als notwendig anerkannte Maßnahmen zum Hochwasserschutz in Ransweiler immer weiter.

Artikel der Rheinpfalz zum Hochwasser 2014

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